Das Stück

Nach den erfolgreichen Vorstellungen von Beat Sterchis „Anne Bäbi im Säli – oder Gotthelf im Ochsen“ unter der Regie von Angelo Nef, sind wir an den Vorbereitungen für die nächste Produktion. Im April 2016 spielt die Spiegelbühne:  

Carmilla

Gothic Lovestory nach der Novelle von Sheridan Le Fanu aus dem Jahre 1872

„Carmilla“ ist eine schaurig schöne und tragische Liebesgeschichte, denn eine der beiden Liebenden ist eine Vampirin.

Die junge Laura lebt mit ihrem Vater, einem gewesenen Diplomaten, Madame Perrodon und Bediensteten auf einem Schloss. Wegen der abgeschiedenen Lage freut sich Laura als eine Kutsche auf der nahen Strasse umstürzt und eine Dame, die sich auf einer wichtigen Reise befindet, ihre Tochter Carmilla in die Obhut des Vaters gibt. Laura und Carmilla werden Freundinnen. Allerdings hat Carmilla seltsame Eigenheiten und ihre Zuneigung zu Laura wird immer leidenschaftlicher.

Unheimlich wird es, als im nahen Dorf mehr und mehr junge Frauen an einer rätselhaften Krankheit sterben. Auch Laura wird  schwächer und schwächer. Der Hausarzt ist ratlos. Generals Spieldorf, ein Freund des Hauses, kennt die schreckliche Ursache von Lauras Krankheit und weiss Rat. Kann Laura gerettet werden? Und was geschieht mit Carmilla?

Erleben Sie eine spannende Geschichte, Aufführungen im April 2016 in der Aula der Spiegelschule.


Flyer Carmilla

 

Das Stück

Joseph Sheridan Le Fanu  (1814 – 1873)

war ein irischer Schriftsteller hugenottischer Abstammung. Er verfasste zahlreiche klassische Gruselgeschichten, wovon „Carmilla“ die bekannteste  ist. Bram Stokers übernahm Elemente aus Carmilla für seinen Roman „Dracula“.

 

Regie und Dramaturgie

Hugo Kropf

Der Regisseur unserer diesjährigen Produktion behauptet, dass er in jungen Jahren Goethes „Faust I“ – fast ganz - auswendig rezitieren konnte. Das ist heute schwer zu überprüfen. Tatsache ist, das er als junger Mann während Jahren bei Edith Langer-Tolnay zwei Abende pro Woche und manchen Samstag Szenen von Tschechow, Goethe, Ionesco, Brecht usw. büffelte. Nach den Proben wurden jeweils bei Wein und Brot mit Senf in mehr oder weniger schönem Bühnendeutsch grosse Worte gedrechselt und man sah sich schon als zukünftigen Profi.

Edith Langer war eine strenge Meisterin, genial aber autoritär. So überlegte Hugo Kropf nicht lange, als man bei der Neuen Volksbühne Bern einen Mörder suchte und man geneigt war, ihm diese Hauptrolle in einem Durbridge-Krimi zuzutrauen – er sei ja ein Profi.

Das war der Beginn im Amateur-Theater als Darsteller, Regisseur, Produzent, Autor, Übersetzer, Werber, Techniker, Fotograf usw. Inszeniert hat Hugo Kropf u.A. Molière, Tschechow, Gogol, Avertschenko, Goetz, Gotthelf.

Was Atemtechnik, Regie, Subtext, Pantomime, Improvisation usw. bedeute, habe er in vielen Kursen erfahren und in der Praxis angewendet. Phantasie, also Ideen, wie aus dem Text Leben entsteht, müsse man selber haben oder im Kino, der Literatur, in der Musik, der bildenden Kunst, der Geschichte usw. stehlen. Und ohne profunde Kenntnisse über Autor, Stück, geschichtliches und kulturelles Umfeld könne man nichts inszenieren.

Stete Beschäftigung mit Theatergeschichte, Literatur, Film und den Inszenierungen der etablierten Bühnen, der freien Szene und ehrgeizigen Amateurbühnen sei ebenfalls ein Muss. Aber das alles mache grosses Vergnügen!

Hugo Kropf im Elgg-Verlag: „Häxewahn“ sowie Übersetzungen Molière: „Dr Gyzig“; „George Dandin“; „Der Bürger als Edelmann“ (2013 mit der Spiegelbühne inszeniert).

Rechte beim Autor: „Rhaba, Commedie Fantastica“; „Der Revisor“ (Gogol); Strassentheater „Odysseus“.